Kinderfasching, Spätfolgen und anderes:

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Nachdem meine Jungs am WE auf einmal ein: „Atemlos, durch die Nacht“ von Helene Fischer angestimmt hatten und ich schlagartig realisierte, dass dieses Erleben kein traumatischer Teil einer nächtlichen Schlafapnoe war, musste schnell Aufklärung betrieben werden!

Es stellte sich heraus, dass sie vermutlich am Kinderumzug von eben jener Sängerin in Konservenform beschallt wurden. Gnade, bitte.

Gegenmaßnahmen wurden heute von mir eingeleitet. Ich erinnerte mich an Al Jarreau, der dieses Jahr eig. bei uns am Lörracher Stimmen-Festival spielen sollte. Nun. Seinen Geist beschwor ich also in einfachster Form: „Tschuk wow babbi du wa wah!“, wiederholend.

Mein Jüngster so: „Hä? Wie heißt denn das Lied?“ Lunte, dachte ich, und Feuer frei:

Take five

Es folgten 8 Minuten konzentrierter Aufmerksamkeit. Und das nach 17 Uhr. Papa also so, ne, voll drin, Zimmerboden am vibrieren, volles Programm! Song vorbei, Augen suchen Kind, Kind so: „Den versteht man ja gar nicht.“

Nicht gut? „Nee.“ Aber Hippihoppie magstde? „Joah!“

Wir einigten uns dann auf „MfG“ von den Fantas zum Zähneputzen (weil man bei „Dickes B“ auch nix versteht, aber bei den Fantas kommt ADAC und DLRG vor), immerhin. Meinem Ältesten drohte ich noch mit einer Konzertkarte für ein Helene Fischer Konzert, falls er nochmal… „dann musste dir das zwei Stunden lang anhören!“ Mein Refrain: „Atemlos, durch die Nacht, ich bin so blond, dass es kracht“ entspannte den Wunsch nach einer Wiederholung der Musik zum Glück ebenfalls. Uff, nochmal gerettet!

Fazit:

Alles im grünen Bereich, am liebsten hören sie eh Rio Reiser „König von Deutschland“ mit aktivierter „repeat“ Funktion am Player, kann gut 2 Stunden laufen 😉

 

 

 

Laser

Nicht nur als VA-Techniker stehe ich auf so etwas:

DEEP WEB

Thanatos

Gibt das Bewusstsein eine strukturelle Identifikation auf, stirbt es für diese Struktur, auf der es sich befand. Es akzeptiert so das Sterben – den Thanotos jener Ebene. So ent-identifiziert es sich von dieser Struktur, und durch das Sterben transzendiert es diese Stufe. Sobald das Verlangen nach einem Ersatz, nämlich der Eros von Thanatos überwunden wird […]

über Eros – Thanatos — Art of Arkis

„Kalt werden müssen wir alle, mein Sohn, aber bei den meisten bringt es das Leben nicht zustande, und da muss es der Tod besorgen. Sterben und Sterben ist nicht dasselbe.

Die Sterbestunde ist nur der Moment einer Katastrophe, in der alles wie von einem Sturmwind fortgerissen wird, was im Menschen während der Lebenszeit nicht hat zermürbt werden können. Man kann auch sagen: Der Wurm der Zerstörung zernagt zuerst die weniger wichtigen Organe. Das ist das Altern. Trifft sein Zahn die Lebenspfeiler, so stürzt das Haus zusammen. Das ist der normale Verlauf.

Der Geschlechtstrieb – ob er sich nun offenbart wie bei der Jugend, oder ob er sich versteckt wie beim Greis – ist die Wurzel des Todes; sie auszutilgen, ist das vergebliche Bemühen aller Asketen. Sie sind wie der Sysiphus, der ruhelos einen Felsen den Berg hinaufrollt, um voll Verzweiflung sehen zu müssen, dass er vom Gipfel wieder in die Tiefe stürzt; sie wollen das magische Kaltsein erringen, ohne das es kein Übermenschentum gibt, und fliehen das Weib; und doch ist es nur das Weib allein, das ihnen Hilfe bringen kann. Das Weibliche, das hier auf Erden vom Manne getrennt ist, muss in ihn einziehen, muss ihn in eins verschmelzen; dann erst ist alle Sehnsucht des Fleisches gestillt. Erst wenn diese beiden Pole einander decken, dann ist die Ehe – der Ring – geschlossen, dann ist die Kälte da, die in sich selber bestehen bleibt, die magische Kälte, die die Gesetze der Erde zerbricht, die nicht mehr der Gegensatz der Wärme ist, die jenseits liegt von Frost und Hitze und aus der wie aus dem Nichts hervorquillt alles, was die Macht des Geistes gläubig zu erschaffen vermag.

(Auszüge aus Kapitel 14 „Der Weiße Dominikaner“, Meyrink)

Im Hintergrund sehe ich  Chidon Chimadon still schmunzeln, da er doch weiß, dass das Liber T. von .717 noch aussteht 😉

Gruß, effx.